Über mich

Aufgewachsen in der Nähe von Ulm, spielte gesunde Ernährung in meinem Elternhaus keine Rolle. Eine liebe Oma, die es „gut mit ihren Enkeln meinte“, sorgte dafür, dass immer Schokolade zur freien Verfügung stand und so wurden damals bereits meiner Schokoladensucht Tür und Tor geöffnet. Nach bestandenem Abitur begann ich mehr aus Verlegenheit als aus Interesse ein Betriebswirtschaftsstudium an der Universität Augsburg, zog bei meiner, inzwischen geschiedenen Mutter aus und stellte mich auf meine eigenen Beine. Neben Unmengen Süßigkeiten wie Schokolade, Eis oder Kuchen, bestand mein „normales“ Essen hauptsächlich aus Fast-Food. Ab und zu verirrte sich auch tiefgefrorenes Gemüse oder Salat auf meinen Teller, allerdings nur aus Appetit-, nicht aus Gesundheitsgründen. Ich hielt alle, von der Industrie angebotenen, sogenannten „Lebensmittel“ für essbar. Nur kurze Zeit nach Abschluss meines Studiums wurde ich schwanger und bekam mein erstes Kind. Als die Zeit des „Zufütterns“ kam, stand ich vor einem Problem. Immerhin sprach doch eine Stimme tief aus meinem Inneren, dass meine Ernährungsweise nicht gut für meine Tochter sein konnte und so ging ich in den Buchladen, stöberte eine Weile und stieß dann mehr aus Zufall auf „Vollwertkost“ nach Brucker, ein zugegebener Weise sehr radikales Buch für jemanden wie mich. Mit nun geöffneten Augen, passte ich meine Ernährung den Ratschlägen Bruckers an, wurde Vegetarier und lernte Bio-Läden und Reformhäuser kennen und sorgte für qualitativ ausgezeichnete Lebensmittel mit hohem Frischkostanteil. Nach drei Jahren, ich war mittlerweile verheiratet und hatte noch einen Sohn bekommen, stieß ich im Reformhaus auf das Buch von Helmut Wandmaker „Willst Du gesund sein, vergiß den Kochtopf“. Statt der Antwort auf die leidige Frage „was koche ich heute?“, wurde mit diesem Buch alles bisher Gelebte in Frage gestellt. Erneut veränderte ich von einem Tag auf den anderen, sehr zum Entsetzen meines Mannes, die Kostform der Familie. Ein langer, steiniger Weg lag vor mir, ich habe seit dieser Zeit viele tausend Seiten über Ernährung gelesen, mich auf Kongressen und Tagungen weitergebildet und manches unter Schwierigkeiten mit der Familie umgesetzt. Ich habe Kompromisse gefunden und wieder verworfen, war mehr oder weniger konsequent und kämpfe auch heute noch gegen meine Sucht nach Schokolade. Es wurde für mich immer klarer, dass ich meine Erfahrungen mit fachlicher Qualifikation abrunden musste, um meine Berufung zum Beruf machen zu können und so entschied ich mich 2011 dazu, bei der Reformhausakademie für gesundes Leben eine Ausbildung zur Fastenleiterin zu machen. Die vielen positiven Rückmeldungen der Teilnehmer meiner Kurse zeigen mir immer wieder, wie das Wohlbefinden durch gesunde Ernährung gesteigert werden kann.